{"id":688,"date":"2018-05-12T18:00:26","date_gmt":"2018-05-12T16:00:26","guid":{"rendered":"http:\/\/jendricki.de\/?p=688"},"modified":"2018-05-13T12:31:57","modified_gmt":"2018-05-13T10:31:57","slug":"das-labor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/jendricki.de\/?p=688","title":{"rendered":"Das Labor"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<ol start=\"17\">\n<li>April 2013<\/li>\n<\/ol>\n<p>Sch\u00f6ner, wenn auch lebensbedrohlicher Traum. Ich habe die Welt gerettet, naja nicht die Welt, aber die Menschheit, oder nicht?<\/p>\n<p>Und alles nur weil ich zur\u00fcck an die Uni ging und ich meinen Vorlesungsplan schlecht vorbereitet hatte. Ich war auf meinen ersten Kurs am Montagmorgen so gespannt, dass ich den folgenden zu wenig Bedeutung beigemessen habe.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Philosophie bei einem Physiker. Ein Typ mit der Ausstrahlung wie mein verstobener Seelenpartner, nur in dunkler und mit dem Wissen von Steven Hawking und mit einer atemberaubenden Energie.<\/p>\n<p>Ich hatte die Idee, dass die Physik und die Philosophie zusammen eine aufschlussreiche Sicht auf die Menschheit, die Geschichte, die Gesellschaft und die Wirtschaft geben k\u00f6nnten. Leider verstehe ich rein gar nix, erhasche mal Fetzen, muss aber zugeben, dass mir in beiden Disziplinen zu viel fehlt, als das ich die Vergleiche, die zur Erl\u00e4uterung angestellt werden verstehen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich st\u00f6rt mich eine junge Frau, die sich an mich geh\u00e4ngt hat. \u00c4ngstlich, an ihrem ersten Tag in der gro\u00dfen Welt. \u00dcberraschend hat sie ihr Freund \u201eschon fast Arzt\u201c begleitet, wollte sie unterst\u00fctzen und hat sie dabei mit seiner Anwesenheit \u00fcberrollt, verletzt. Der redet jetzt auch noch flei\u00dfig mit dem Dozenten. Die Kleine versucht mit mir zu reden, ich blocke ab. Ich bin wegen mir hier und der Welt, versuche zu verstehen. Ich frage nach, aber vergebens, die Worte machen keinen Sinn. FRUST.<br \/>\nZur Kr\u00f6nung geht der ausnehmend gut aussehende Dozent auf dem Weg zum Ausgang, als alle ihre Sachen packen, an mir vorbei, gibt mir einen Klapps auf den Hintern und raunt mir ins Ohr, es sei nicht allein seine Schuld.<br \/>\nIch bin perplex, erstens wegen des Poklatschens und zweitens hatte ich ihm nicht den Vorwurf gemacht schlecht gelehrt zu haben, ich wusste doch, dass MIR das Wissen fehlte. Gleichzeitig f\u00fchle ich eine atemberaubende Sehnsucht ihm nah zu sein!<br \/>\nIch packe weiter zusammen, fische nach meinem Vorlesungsplan, weil ich mich pl\u00f6tzlich \u00fcberhaupt nicht mehr erinnern kann, wann und wo ich welchen Kurs belegt habe. Aber der Plan ist nicht da. Dann brauche ich ein Vorlesungsverzeichnis, verdammt es ist nur eine kleine Pause, ich muss mich beeilen. Wo liegen die Verzeichnisse doch gleich aus? Bibliothek, da muss eins sein, hoffentlich nicht nur von diesem Fachbereich. Allerdings gelingt es mir nicht die Bibliothek zu erreichen, verirre mich in den Treppenh\u00e4usern&#8230;<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich lande ich doch wieder im Seminar des vorherigen Dozenten, in einem Praxislabor in Physik! Ich will gehen, bei Physik verzichte ich auf seine N\u00e4he, aber er stellt sich mir in den Weg. Erkl\u00e4rt mir, das Labor sei eben mit einer so und so dicken, extra schnell trocknenden Betonschicht \u00fcberzogen worden und es sei die Aufgabe dieses Praxislabors uns da wieder heraus zu holen. Ich sehe mich ungl\u00e4ubig um, auf dem Laborthresen liegen \u00fcberall H\u00e4ufchen eines grau-schwarzen Pulvers. \u201eRaussprengen?\u201c frage ich entsetzt. Er l\u00e4chelt milde und \u00fcberlegen ob meiner Unwissenheit. Schon wieder. \u201eNicht sprengen, aber so \u00e4hnlich.\u201c Es gebe ein kurzes Zeitfenster um den Beton auf andere Weise (-jetzt erspart er mir die Erkl\u00e4rungen schon!-) aufzul\u00f6sen, deshalb arbeiteten schon alle auf hochtouren an unserer Rettung. So d\u00e4mmert es mir, das hier ist ein Echtversuch. Ich frage ihn \u201eDu hast doch nicht..?\u201c Pl\u00f6tzlich sind wir intim und nah, das Du entspricht der bedrohlichen Situation. \u201eDoch\u201c, antwortet er, \u201edunkle M\u00e4chte. Nur ein echter Notfall kann den Beweis f\u00fcr meine Theorie glaubhaft beibringen\u201c.<br \/>\nWelche Theorie?! Beton schmelzen???<br \/>\nIch bin noch ungl\u00e4ubig, kann das alles wirklich wahr sein. Ich suche nach versteckten Kameras oder verd\u00e4chtigem Verhalten. Eine andere Frau f\u00e4llt mir auf, die hier, genau wie ich, nicht wirklich reinpasst. Sie liest anstatt zu laborieren und, oh mein Gott, sie hat einen schlafenden S\u00e4ugling hinter sich im Autositz stehen!<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Ich gehe zu ihr, wir sehen uns an. Ich sp\u00fcre Gleichklang und setze mich. Ihre Ausstrahlung wirkt auf mich ruhig, wissend. Sie hektisiert nicht wie ihre (unsere?) Laborkollegen, sie liest weiter.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Pl\u00f6tzlich ist Bewegung im Raum, nein, das ganze Labor bewegt sich. Ein Erdbeben? Doch Explosionen? \u201eNein,\u201c sagt sie seelenruhig, \u201ees ist zu sp\u00e4t, die Aufgabe wurde nicht gel\u00f6st und das Labor wurde verschlossen.\u201c<br \/>\nDie Fragezeichen in meinem Gesicht haben sie vermutlich zu weiteren Aufkl\u00e4rungen veranlasst. \u201eWenn die Theorie den Praxistest nicht bestanden hat, gewinnen die dunklen M\u00e4chte. Sie bekommen den vorher ausgemachten Preis, in diesem Fall uns und das Labor.\u201c<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>\u201eWie? Was?\u201c, ich kann nur noch stammeln, mein Hirn m\u00fcht sich zu begreifen. Rund um uns herum bricht Panik aus, w\u00e4hrend alle begreifen, alle au\u00dfer mir.<\/p>\n<p>Wellen der Verzweiflung und Todesangst dringen in mein Bewusstsein. \u201eWir, das Labor wurde in die Erdumlaufbahn geschleudert. Hier bleiben wir bis der Spezialbeton zu viel Masse hat und die Fliehkraft uns ins All katapultiert, denn dieser Beton ist auf der Erde viel zu gef\u00e4hrlich, die st\u00e4ndig zunehmende Masse k\u00f6nnte die Umlaufbahn der Erde um die Sonne ver\u00e4ndern, wir w\u00fcrden m\u00f6glicherweise zu nah ran oder gar hinein gezogen werden!\u201c &#8211; \u201eAlso w\u00e4re eine erfolgreiche Aufl\u00f6sung des Problems unsere einzige Chance gewesen?!?!\u201c -\u201eJa.\u201c, entgegnet sie und ich sp\u00fcre einen Hauch ihrer Verzweiflung und die Anstrengung, die es sie kostet diese Gef\u00fchle runterzuhalten, sich nicht gehen zu lassen, das treibt mir die Tr\u00e4nen in die Augen. Ich ber\u00fchre ihre Hand, quer \u00fcber den Tisch. Gleichklang. Die Verbindung gibt uns beiden neue Kraft und Hoffnung. Wir ziehen los etwas zu erfahren oder unternehmen. Sie nimmt ihr Kind und geht. Ich nehme aus irgendeinem Grund die andere Richtung, so als k\u00f6nnten wir uns verteilen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Ich sehe den Dozenten, der auf eine Gruppe Laborkittel einredet. Jetzt ist mir die Etikette mal sowas von egal. Zielstrebig steuere ich auf ihn zu und ziehe ihn in die n\u00e4chst beste Nische. Wir k\u00fcssen uns, hungrig, gierig. Umarmen und umbeinen uns, schn\u00fcffeln und schlecken uns ab. Er ist vertraut, nah und tut mir gut.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Wir treten erneut zu den Anderen, bereit unsere frischgewonnene Energie und Zuversicht zu teilen. \u201eWir m\u00fcssen sie dazu bringen sich zu beruhigen, sonst t\u00f6ten sie uns alle in\/mit ihrer Wut und Verzweiflung.\u201c Es folgte von ihm ein wundervolles \u201eDu hast recht\u201c, er h\u00e4tte auch \u201aIch liebe dich\u2018 sagen k\u00f6nnen, so viel Gef\u00fchl war seiner Stimme, \u201ekomm.\u201c Er zieht mich zu der Gruppe, die ohne seine Anwesenheit schon sehr laut geworden ist. Wir stellen uns an gegen\u00fcberliegende Seiten des wilden Haufens und schauen uns in die Augen. Sie bemerken nur ihn, reden auf ihn ein. Dann folgen die ersten seinem Blick, zu mir. Ich l\u00e4chele freundlich aber bestimmt, hebe meine Arme zum Halbrund als k\u00f6nne ich die kleine Gruppe umarmen. Er tut es mir nach. Ich sp\u00fcre wie unsere Energie alle ruhiger werden l\u00e4sst. Nun konzentriere ich mich mit ganzer Kraft auf die positive Empfindung von strahlendem Gl\u00fcck, Glanz und W\u00e4rme. Ich stelle mir vor wie eine einzige Kerze eine ganze Halle ausleuchten kann. Als ich meine Augen \u00f6ffne starren sie mich ungl\u00e4ubig an. Physiker eben. Glauben nicht an bewei\u00dflose Gef\u00fchle, auch wenn sie sie gerade sp\u00fcren. Ich nicke meinem (vor\u00fcbergehenden) Partner zu, bedeute ihm mitzumachen. Ich dirigierte alle dazu mit uns im Kreis zu stehen, Hand in Hand und lasse meine Energie flie\u00dfen. Ich sehe sie als leuchtende Spur von einem zum anderen flie\u00dfen und sie wird immer heller, denn er und ich, wir vermehren unsere Energie zusammen und das wiederum steckt die anderen an, \u00fcberflutet sie.<span class=\"Apple-converted-space\"><br \/>\n<\/span>Wir lassen los.<br \/>\nEs ist nicht n\u00f6tig etwas zu sagen, alle Gesichter zeigen entspannte, bestimmte Zuversicht. Und da sie alle gerade aus der aggressiven Panikfalle erl\u00f6st wurden, wissen alle, was zu tun ist. Zuallererst brauchen wir positive Energie, auch wenn wir danach dem Tod nicht entrinnen k\u00f6nnen. Ich nicke ihnen zu und alle ziehen in verschiedene Richtungen los. Alle.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Ich treffe die Kleine mit ihrem \u00fcberf\u00fcrsorglichen Fast-Arzt-Freund. Sie starrt ihn mit weit aufgerissenen Augen an, denn ER ist in Panik, hyperventiliert stark. Ich trete schnell zu ihm, will ihn ber\u00fchren, um ihn mit meiner Energie zu beruhigen. Anscheinend zu schnell, er erschrickt, weicht zur\u00fcck, versteckt sich hinter seiner kleinen Freundin und schubst sie zu mir, als h\u00e4tte ich ihn angegriffen. Das \u201eRaumschiff-Labor\u201c erbebt wieder. Ich halte die Kleine im Arm und sie entspannt sich augenblicklich, sie hat mir vom ersten Moment an vertraut. Ich strecke eine Hand nach ihrem gro\u00dfen Fast-Arzt-Freund aus, doch er hat noch zuviel Angst. Die Kleine streckt ebenfalls den Arm in seine Richtung. Er z\u00f6gert, dann schmei\u00dft er sich mit Schwung um ihren Hals, dazu muss er sich weit runterbeugen. Ich warte etwas, dann lege ich meine H\u00e4nde \u00fcbereinander und halte sie leicht gew\u00f6lbt \u00fcber eine imagin\u00e4re Stelle zwischen seinen Schulterbl\u00e4ttern. Sofort sp\u00fcre ich den Sog, meine warme, helle Energie wird eingesogen wie in ein schwarzes Loch. Er sp\u00fcrt es als W\u00e4rme und erschrickt abermals. Ich lege meine H\u00e4nde nun direkt auf seinen K\u00f6rper, damit er sie f\u00fchlen kann und nicht glauben muss, ich w\u00fcrde ihn verbrennen oder verletzen. Seine Atmung wird ruhiger, der Sog wird geringer, ich lasse langsam los. Nicke ihnen zu und gehe weiter.<\/p>\n<p>Ich bin \u00fcberw\u00e4ltigt von den Auswirkungen meiner beruhigenden, liebevollen Ausstrahlung. Ich wei\u00df zwar schon lange, dass ich die Stimmungen und Gem\u00fctszust\u00e4nde anderer Menschen positiv beeinflussen kann, aber diese Ausnahmesituation bef\u00e4higt mich offenbar zu nie geahnten Ausma\u00dfen&#8230;<\/p>\n<p>Von weitem sehe ich meinen Partner, er wirkt auf eine Gruppe Studenten ein. Sie stehen in einem wirren Kn\u00e4ul aus K\u00f6rpern und Armen zusammen damit sie ruhig und positiv genug werden, nicht nur um nicht durchzudrehen, sondern um aktiv nach Probleml\u00f6sungen zu suchen. Ein sch\u00f6nes Gef\u00fchl, gemeinsam etwas Gutes zu bewirken.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Ich wende den Blick zur anderen Seite und entdecke eine Art Luke, wie ein Notausstieg im Flugzeug. Obwohl ich von der Betonschicht wei\u00df und auch keine Ahnung habe, wo wir nach den letzten Ersch\u00fctterungen hinkatapultiert wurden, habe ich ein Bild von einer recht irdischen Idylle vor Augen. B\u00e4ume, gr\u00fcne Wiesen, blauer Himmel. Ich dr\u00fccke sanft gegen die Luke und sofort befinde ich mich au\u00dferhalb unseres fliegenden Labors, auf eben jener gr\u00fcnen Wiese an einem Waldrand unter ziemlich blauen Himmel. Von den anderen keine Spur, hatte ich auch nicht erwartet, doch von hinter mir wirft etwas einen riesigen Schatten. Ich drehe langsam den Kopf. Dort steht der Beweis, dass das alles eben wirklich passiert ist. Es sieht aus wie ein riesiges \u201eLuftschiff\u201c im Trockendock aufgebockt und mit Ger\u00fcsten versehen, doch keine Spur von einer Betonschicht.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/jendricki.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/T-Raumschiff138.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-694\" src=\"https:\/\/jendricki.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/T-Raumschiff138-300x182.jpg\" alt=\"T-Raumschiff\" width=\"300\" height=\"182\" srcset=\"https:\/\/jendricki.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/T-Raumschiff138-300x182.jpg 300w, https:\/\/jendricki.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/T-Raumschiff138-768x465.jpg 768w, https:\/\/jendricki.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/T-Raumschiff138-1024x620.jpg 1024w, https:\/\/jendricki.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/T-Raumschiff138-624x378.jpg 624w, https:\/\/jendricki.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/T-Raumschiff138.jpg 1944w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Laute Ger\u00e4usche lenken meine Aufmerksamkeit in eine andere Richtung. Gro\u00dfe Fahrzeuge, Schnellfeuerwaffen und viel metallisch klingender L\u00e4rm. Ich schleiche mich dicht am Waldrand entlang, erhasche als erstes einen Blick auf ein zwei Menschen gro\u00dfes metallisch wirkendes Wesen, das aus Rohren zu bestehen scheint. Es fl\u00fcchtet, tiefer in den Wald hinein. Ich konnte keine Bewaffnung erkennen. Dann folgen raupenartige Kettenfahrzeuge, so lang wie drei bis f\u00fcnf Personenwagen, die sich zum Aussp\u00e4hen vorne aufrichten k\u00f6nnen. Sie feuern Salven aus ihren Flanken auf die Rohrgestalten! Begleitet werden Angreifer und Verfolgte von mannshohen Dreir\u00e4dern, die anstelle eines Lenkers, Kopf und zwei Arme haben und sowas wie einen Oberk\u00f6rper. Ihre Rolle erschlie\u00dft sich mir nicht. Jedenfalls scheinen sie nicht mit Waffen ausgestattet zu sein. Sie rollen mit ihren lustigen gelben Smilygesichtern einfach in der Verfolgungsjagd herum. Als dann pl\u00f6tzlich eines auf mich zurollt, habe ich nicht wirklich Zeit zu \u00fcberlegen, aber da ist ein Bild im meinem Kopf, Dreiradfahren. Ich springe zur Seite, damit es mich nicht platt f\u00e4hrt und schwinge mich im selben Moment auf den R\u00fccken von dem Teil, ganz so als h\u00e4tte ich mich westernm\u00e4\u00dfig in einen Sattel geschwungen. Ich bekomme die gelben Kordeln, die dem Smilygesicht als Augenbrauen dienen, zu fassen und stelle fest, dass es sich willig von mir lenken l\u00e4sst! Es bewegt sich immer noch und es wirft mich auchnicht ab. Da begreife ich das ganze Ausma\u00df. Um es zu testen, denke ich an das Raumschiff und meinen Partner und schon f\u00e4hrt mich das Dreirad weg vom Waldrand, \u00fcber die offene Wiese, -niemand greift mich an, niemand folgt mir- und auf das Luftschiff zu, das wie ein gestrandeter Wal in den Seilen und Ger\u00fcsten h\u00e4ngt.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Die T\u00fcr durch die ich mich \u201ehindurchgedacht\u201c habe, befindet sich am unteren Teil des Rumpfes. Mein neuer Dreiradkumpel h\u00e4lt direkt darunter. Ich stelle mich auf seinen R\u00fccken, ber\u00fchre die Luke und lande tats\u00e4chlich wieder im Inneren des Schiffes.<\/p>\n<p>Unweit davon sitzt die junge Frau am Boden, dunkle Energie geht von ihr aus. Sie starrt vor sich hin und das Baby schreit. Ich gehe vor ihr in die Knie und ziehe sie an mich, wiege sie sanft. Sie \u00fcberl\u00e4sst sich ihrer tiefen, tiefen Traurigkeit in der Sicherheit meiner Arme. Ihre Schluchzen ist so heftig wie ihre Trauer. Es droht mich mit wegzusp\u00fclen. Ich stelle mir ganz fest gl\u00e4nzendes, goldenes, strahlendes Licht der Zuversicht und Zufriedenheit vor. Als das Schluchzen abebbt, hebe ich ihren Kopf und k\u00fcsse ihre Tr\u00e4nen weg, streichle ihr \u00fcbers Haar und strecke eine Hand nach dem Baby aus, das sich ebenfalls beruhigt. So findet uns der Dozent und es geschieht, was mir schon von Anfang an schwante: Er umarmt sie, mich, k\u00fcsst uns leidenschaftlich, z\u00e4rtlich, liebevoll. Wir halten einander umschlungen, nehmen das Baby der Beiden zwischen uns. Auf diese Weise unterst\u00fctzen wir unsere guten Kr\u00e4fte gegenseitig, was die Anderen zu uns f\u00fchrt. Ich winke sie aufmunternd n\u00e4her heran, weise sie an alle anderen zu holen, auch die Kinder und Tiere (wo sind die hergekommen?). Alle sollen sich ber\u00fchren, ihre positiven Energien flie\u00dfen lassen, mit allen teilen und sie so vervielfachen!<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Als alles gut ist, erhebe ich mich in der Mitte des Kn\u00e4uls aus Lebewesen und erz\u00e4hle von meinem Ausflug nach drau\u00dfen. Sage ihnen, dass sie sich nicht f\u00fcrchten m\u00fcssten, denn \u201e wir haben die Macht eine \/ unsere Welt genau nach unseren Vorstellung zu er-schaffen. Nach den Ideen in unseren K\u00f6pfen, die wir selber kreieren k\u00f6nnen, positiv oder von \u00c4ngsten gesteuert, ganz wie wir uns entscheiden, denn ich habe keine Betonschicht gesehen!\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; April 2013 Sch\u00f6ner, wenn auch lebensbedrohlicher Traum. Ich habe die Welt gerettet, naja nicht die Welt, aber die Menschheit, oder nicht? Und alles nur weil ich zur\u00fcck an die Uni ging und ich meinen Vorlesungsplan schlecht vorbereitet hatte. 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